Gold verkraftet Anstieg des US-Dollar erstaunlich gut; EZB schickt Euro auf Talfahrt

Marktkommentar Michael Blumenroth – 15.06.2018

Wöchentlicher Marktkommentar

Gespannt hatten die Marktteilnehmer auf die Sitzungen der US-Notenbank am Mittwochabend und auf das gestrige Treffen des EZB-Direktoriums in Riga gewartet. Dabei agierte dann die US-Notenbank vielleicht etwas beherzter als allgemein erwartet worden war. Sie prognostiziert nämlich nun noch zwei weitere Zinserhöhungen in 2018, anstelle wie zuvor nur eine einzige. Dies ließ die Märkte denn doch erstaunlich kalt. Der US-Dollar gab sogar entgegen der Lehrbuchmeinung leicht nach, obwohl die Zinsschritte der Fed nun aggressiver werden könnten.

EZB-Entscheidung: Leitzins bleibt vorerst unverändert

Ganz anders war dann die Marktreaktion gestern. Zwar plant die EZB nun, ihr Anleiheankaufprogramm voraussichtlich per Ende Dezember 2018 auslaufen zu lassen. Allerdings sollen dafür im Gegenzug die Leitzinsen frühestens nach dem Sommer 2019 angehoben werden. Was entgegen der Marktmeinung war – hier wurden der März oder Juni 2019 favorisiert. Stattdessen ist es nun frühestens im September 2019 so weit. Und selbst diese Ansage wurde noch mit weiteren Bedingungen versehen. So dass möglicherweise erst Mario Draghis Nachfolger (dieser geht Ende Oktober 2019 in den Ruhestand) erstmals die Zinsen erhöhen könnte.

Gold trotzt starkem US-Dollar…

Diese relativ klare Ansage schickte den Euro auf Talfahrt. Gegen den US-Dollar verlor er von seinem Tageshoch knapp drei Cent und handelt nun in der Nähe seiner Ein-Jahres-Tiefs. Vielleicht etwas erstaunlich, dass die Goldpreise trotz eines neuen Elf-Monats-Hochs des US-Dollar gegen die G10 Währungen über der Marke von 1.300 $/Unze handeln. Handelte Gold am Freitagmorgen vergangener Woche noch bei 1.296 $/Unze, so bewegte es sich bis gestern in einer extrem engen Handelsspanne. Das bisherige Wochentief wurde am Mittwoch bei 1.292,50 $/Unze erzielt. Das Wochenhoch von 1.309 $/Unze gestern unmittelbar nach Beendigung der EZB-Sitzung. Trotz eines immer weiter ansteigenden Kurs des US-Dollar hielt sich das Gold bis dato – wenn auch knapp – über der Marke von 1.300 $/Unze. Aktuell wird es bei 1.301 $/Unze umgesetzt. 

… und auch Xetra-Gold behauptet sich

Gegen Euro betrachtet rückte der Goldpreis somit ein ganzes Stück deutlicher vor; natürlich auch wegen des seit gestern deutlich leichteren Kurs des Euro. In Euro pro Gramm umgerechnet bedeutet dies, dass der Xetra-Goldpreis von 35,40 €/Gramm am vergangenen Freitagmorgen in einer ebenfalls sehr engen Handelsspanne bis auf 35,30 €/Gramm am Dienstag fiel, bevor er gestern bis auf 36,10 €/Gramm nach oben hüpfte. Rechnerisch müsste der Preis nun kurz vor Handelsbeginn bei 36,15 €/Gramm stehen.

Was steht als nächstes an?

Heute dürfte weiter die Reaktion auf die EZB-Sitzung im Fokus stehen. Ebenso die mögliche Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Und natürlich die Fußball-WM…

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames, sonniges Wochenende. 

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