Gold stärkt Vertrauen in die Bundesbank

Ende letzten Jahres berichtete Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Bundesbank, in einer Veröffentlichung des World Gold Council über die Transparenzkampagne der deutschen Zentralbank. Ziel der Kampagne ist es, die Öffentlichkeit detaillierter als bisher über ihre Arbeit zu informieren und dadurch das Vertrauen in ihre Stabilitätspolitik zu stärken. Eine zentrale Rolle spielen hierbei die Goldreserven.

68 Prozent der Bundesbankreserven sind aus Gold

Die heute rund 3.400 Tonnen Gold umfassenden Reserven der Bundesbank wurden zu einem großen Teil zwischen den 1950er Jahren bis zu den frühen 1970er Jahren angehäuft. Dass bis vor wenigen Jahren 70 Prozent der deutschen Goldreserven außerhalb Deutschlands lagerten – 45 Prozent allein bei der US-Notenbank Fed in New York – lag an den in den Wirtschaftswunderjahren entstandenen deutschen Leistungsbilanz-überschüssen sowohl im Dollarraum als auch innerhalb der damaligen Europäischen Zahlungsunion. Die in den jeweiligen Landeswährungen gutgeschriebenen Goldguthaben lagerten in New York sowie in London und Paris. Im Herbst 2012 startete die Bundesbank ihre Transparenzkampagne mit der Veröffentlichung der Lagerungsorte der rund 270.000 Goldbarren.

Großangelegte Rückholungsaktion von 2014 bis 2017

Über drei Jahre hinweg führte die Bundesbank einen Großteil ihrer im Ausland verwahrten Goldreserven zurück nach Frankfurt, wo bis spätestens 2020 mehr als 50 Prozent der deutschen Goldreserven eingelagert werden sollen. Mit umfangreichen Veröffentlichungen, u.a. auch einem Film über die Rückholaktion, hat die Bundesbank über die letzten Jahre hinweg deutlich mehr Transparenz bezüglich ihrer Tätigkeit geschaffen. Dass dabei der Fokus ausgerechnet auf Gold liegt, begründet sich mit der hohen Wertschätzung und dem Vertrauen, dass dem Edelmetall entgegengebracht wird. Dadurch diente das Gold von Anfang an als idealer "Botschafter" für die erfolgreiche Transparenzkampagne der Bundesbank.

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