Gold knackt die Marke von 1.200 US$/Unze

Marktkommentar Michael Blumenroth – 13.01.2017

Wöchentlicher Marktbericht

Die Freunde der edlen Metalle kommen bis dato auch in dieser Woche wieder auf ihre Kosten. Dabei glänzten diesmal nicht so sehr wie in der vergangenen Woche Platin und Palladium, sondern das Gold stand diesmal durchaus im Fokus.

Wurde Gold am vergangenen Freitagvormittag nämlich noch um die 1.175 US$/Unze gehandelt und zum Jahresende – wir erinnern uns – bei 1.151 USS$/Unze, so kletterte es bis gestern Nachmittag Schritt für Schritt aufwärts bis auf eine bisheriges Wochenhoch bei 1.207 US$/Unze. Im Verlaufe des gestrigen Abends und der heutigen Nacht bröckelte der Goldpreis etwas ab, und so wird das gelbe Metall nun bei 1.194 US$/Unze gehandelt.

Die Gründe für den Anstieg des Goldpreises sind ähnlich wie in der vergangenen Woche. So verlor der US-Dollar im Wochenverlauf etwas an Wert. Der Grund hierfür war ebenfalls wie in der vergangenen Woche, dass die Renditen der US-Staatsanleihen im Wochenverlauf nachgaben – und somit der steile Anstieg selbiger seit den US-Wahlen zunächst einmal gebremst erscheint. Hierzu muss man wissen, dass DAS Ereignis für die Märkte die Pressekonferenz Donald Trumps am Mittwochnachmittag sein sollte. Dies war die erste seit seinem für viele überraschenden Wahlsieg. Marktteilnehmer hatten sich Informationen darüber erhofft, wie die USA in Zukunft fiskalpolitisch unterwegs sein werden. Was es Neues zum Thema Staatsverschuldung und Investitionen und auch zum leidigen Thema ‚border tax‘, also den Zöllen gebe. Donald Trump wäre aber nicht er selbst, wenn er schon konkret geworden wäre. Stattdessen standen bei der Pressekonferenz andere Themen auf der Agenda. Dies enttäuschte insbesondere diejenigen, die auf eine Fortsetzung der Trends vom November/Dezember gesetzt hatten; also einen stärkeren US-Dollar und steigende Renditen bei den Anleihen. Und halfen damit den Preisen für die Edelmetalle bei ihren aktuellen Höhenflügen.

Wir halten aber fest: Am wichtigsten erscheint momentan eindeutig die Bewegung der US-Staatsanleiherenditen für den Pfad, den das Gold einschlägt, zu sein. Sinken diese, steigt der Goldpreis und umgekehrt.

Auch Investoren in der Eurozone konnten sich bis dato in dieser Woche über Wertgewinne freuen – nur geringfügig gebremst vom Anstieg des Euro gegen den US-Dollar um etwa einen halben Cent. Von 35,70 €/Gramm heute vor einer Woche, bzw. 35,30 €/Gramm zum Jahresende kletterte der Xetra-Gold- Preis auf ein bisheriges Wochenhoch bei 36,50 €/Gramm am Donnerstagmittag. Aktuell handelt es nun bei 36,15 €/Gramm.

Zum Wochenabschluss gibt es heute Einzelhandelsdaten für den Dezember aus den USA, die ab und an mal die Märkte deutlich bewegen können. Am Montag dürfte es ruhiger werden, denn in den USA bleiben die Märkte aufgrund des Martin Luther King Feiertags geschlossen. Spannend dürfte es dann zum Ende der Woche hin werden. Denn am Freitag nächster Woche wird Donald Trump als neuer Präsident der USA vereidigt. Und dann wird es wirklich interessant. Denn was für eine Wirtschaftspolitik die USA dann führen werden, steht noch arg im Vagen und Ungefähren.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein schönes Wochenende und dass Sie keine argen Beeinträchtigungen durch Wind und Schnee haben werden.  

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