Geopolitische Spannungen hieven Gold auf ein Vierwochenhoch

Marktkommentar Michael Blumenroth – 10.08.2017

Wöchentlicher Marktbericht

Da ich am morgigen Freitag wenig Gelegenheit zum Schreiben dieser Zeilen haben werde, gibt es sie in dieser Woche einen Tag früher.

Dabei waren die vergangenen Tage durchaus spannend für den Goldpreis. Zunächst ging es am vergangenen Freitag erst einmal abwärts. Grund hierfür waren die etwas besser als erwartet ausgefallenen Daten zum US-Arbeitsmarkt. Sowohl die neugeschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft als auch – hieran sind die Märkte besonders interessiert – die Lohnsteigerungen lagen leicht über den Erwartungen. Dies sorgte für einen festeren US-Dollar und sanft gestiegene Erwartungen an die Zinserhöhungspolitik der US-Notenbank.

Nach einem ruhigen Wochenbeginn wurden die Märkte dann am Dienstagabend aus ihrer Lethargie gerissen, indem sich der ungelöste Nordkorea-Konflikt wieder massiv in die Schlagzeilen drängte. Nachdem erst US-Präsident Trump mit Äußerungen während einer Rede Öl ins Feuer gegossen hatte, mit denen er Nordkorea implizit drohte, liefen denn des Nachts ähnliche Drohgebärden auch aus Nordkorea Richtung USA hinüber über die Ticker. Die Folge war eine seit Mittwochnacht zu beobachtende Flucht aus vermeintlich riskanten Anlagen in sichere Häfen hinein. Hiervon profitierte neben dem Schweizer Franken und dem Yen schlussendlich auch das edelste aller Metalle.

In US-Dollar gepreist handelte Gold am Freitag vergangener Woche bei 1.269 US$/Unze. Es fiel nach den US-Arbeitsmarktdaten auf 1.255 US$/Unze und am Dienstagnachmittag (vor Trumps Rede) aufgrund des dann recht festen US-Dollars auf das Wochentief bei 1.252 US$/Unze. Danach drehte der Goldpreis aber die Richtung um 180 Grad und kletterte bis auf ein Niveau wenige Cent unter der Marke von 1.280 US$/Unze.

Im Gegensatz zu den beiden Vorwochen gab diesmal im Wochenverlauf der Euro gegen den US-Dollar nach, was den Anlegern, die in Xetra-Gold investiert sind, noch etwas höhere Gewinne bescherte als denjenigen, die Gold in US-Dollar besitzen. Von 34,40 €/Gramm am Freitag vergangener Woche sank der Xetra-Gold-Preis zunächst am Montagmorgen auf das Wochentief von 34,25 €/Gramm. Aufgrund des nachgebenden Euro und des festeren Goldpreises in US-Dollar hüpfte der Xetra-Gold-Preis dann ab Dienstagabend deutlich aufwärts, und zwar bis auf circa 35,10 €/Gramm – ganz aktuell beim Schreiben dieser Zeilen.

Politische Börsen haben meist kurze Beine, was bedeutet, dass es nicht verwundern sollte, wenn sich die Wogen rund um das Thema ‚Nordkorea‘ recht bald wieder etwas beruhigen (niemand, der in den am Konflikt beteiligten Ländern verantwortlich und bei Verstand ist, sollte schließlich eine weitere Eskalation für wünschenswert halten). Dies könnte die Goldpreise dann etwas in ihrem Tatendrang bremsen. Allerdings hält sich das gelbe Metall in diesem Sommer, der meistens  eine sehr nachfrageschwache Zeit ist, auch ohne diese geopolitischen Themen recht gut.
Am morgigen Freitag wird es aus den USA Verbraucherpreisdaten geben, von denen sich die Marktteilnehmer Hinweise auf die Geldpolitik der US-Notenbank versprechen. Ende dieses Monats wird es in Jackson Hole ein Symposium der US-Notenbank geben, an dem u.a. auch Mario Draghi als Vertreter der EZB teilnehmen wird. Dieses Treffen dürfte dann bald in den Fokus der Marktteilnehmer rücken.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames, hoffentlich auch recht trockenes  Wochenende.

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