Erster Wochenverlust seit Mai?

Marktkommentar Michael Blumenroth – 15.07.2016

Wöchentlicher Marktbericht

Nach einigen Wochen, in denen der Goldpreis jeweils zulegen konnte, scheint es nun, als würde das gelbe Metall die Woche zu niedrigeren Preisen verlassen, als es in dieselbe gestartet ist. Dabei hatte es zu Beginn der Woche noch recht positiv ausgesehen. Nachdem Gold am vergangenen Freitag um diese Zeit herum bei 1.356 US$/Unze gehandelt wurde, kletterte es Montagnacht in dünnen Umsätzen auf ein neues Zweieinhalbjahreshoch bei 1.375 US$/Unze. Ein logischer Grund hierfür war nicht gegeben, außer dass das Ergebnis der Oberhauswahlen in Japan der Regierungskoalition eine deutliche Mehrheit bescherte, die Erwartungen auf neue fiskalpolitische Maßnahmen in Japan schürte. Mit anderen Worten, es könnten dort noch mehr Yen in den Wirtschaftskreislauf gepumpt werden, von denen ein Teil zumindest auch in Gold investiert werden könnte. Dieser den Goldpreis begünstigende Fakt wurde jedoch davon überlagert, dass die Aktienmärkte das Ergebnis der Wahlen in Japan ebenso wie die ebenfalls am Montag erfolgte schnelle Entscheidung in Großbritannien über die Nachfolge David Camerons als Signal für eine beeindruckende Rallye nahmen. So konnte z.B. der Nikkei-Index in Tokio im Wochenverlauf circa neun Prozent zulegen. In den USA stiegen der Dow Jones und S&P500 – Index seit Dienstag täglich auf neue Rekordniveaus. Und auch in Deutschland hat der DAX relativ elegant die 10.000-Marke im Verlaufe dieser Woche wieder erobert. Dies alles bedeutet, dass die Märkte trotz „Brexit“ und Unsicherheiten, was die weltweite Konjunktur anbelangt, wieder risikofreudiger agieren. Wiederentdeckte Risikofreude bedeutet aber meist ja auch die Auflösung von Positionen in sicheren Häfen, also im Yen, Schweizer Franken und Gold. Und so gab denn auch z.B. der Yen im Wochenverlauf circa fünf Prozent nach, der Schweizer Franken wertete leicht ab, und auch an den Goldpreisen ging dieser Trend nicht spurlos vorüber. Nach den morgendlichen 1.375 US$/Unze in der Nacht zu Montag gab der Goldpreis bis zum Abend auf 1.355 US$/Unze nach. Von hier ging es nach einigem Auf und Ab bis zum Donnerstagmittag abwärts auf das Wochentief bei 1.321 US$/Unze. Heute Morgen notiert das edelste aller Metalle wieder etwas fester bei 1.332 US$/Unze. Hilfreich waren hier vielleicht auch die leicht über den Erwartungen der Analysten liegenden Zahlen zum BIP und der Industrieproduktion in China, die heute Nacht veröffentlicht wurden. Dies könnte die Goldnachfrage dort stützen. Sollte es zu einem Wochenverlust für den Goldpreis kommen, so wäre dies, wie in der Überschrift erwähnt, dennoch der erste seit dem Monat Mai.

Auch Xetra-Gold handelt somit etwas tiefer als am Freitagmorgen vergangener Woche. Notierte dieses damals bei 39,30 €/Gramm und im Wochenhoch am Montag bei 39,75 €/Gramm, so gab es seitdem nach und ist heute Morgen bei circa 38,50 €/Gramm in den Tag gestartet.

Heute Nachmittag gibt es eine Flut an Konjunkturdaten aus den USA. Diese könnten Einfluss auf die Wertentwicklung des US-Dollar und damit indirekt auch auf das Gold haben. Ansonsten sollten die Märkte allmählich auf den Sommermodus umschalten. Schauen wir mal.

Ein sonniges Wochenende und für viele von Ihnen sicher auch bald  beginnende schöne Ferientage wünsche ich Ihnen allen.

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