Drei geopolitische Trends, die 2019 die Goldnachfrage beeinflussen könnten

Aktuelles Arnulf Hinkel, Finanzjournalist – 14.02.2019

Im kürzlich veröffentlichten "Gold Outlook 2019" hat der World Gold Council vorherrschende internationale Trends analysiert und untersucht, wie diese sich auf die Nachfrage nach Gold als Anlage auswirken könnten. An allererster Stelle stehen die verschiedenen, nach wie vor ungelösten geopolitischen Probleme: Brexit, Staatsschuldenkrise innerhalb der EU sowie der Protektionismus großer Volkswirtschaften bis hin zum Handelskrieg. Die daraus resultierende Instabilität der Finanzmärkte kann erhöhte Inflationsneigungen wie auch Kreditverknappungen zur Folge haben, was sich empirisch gesehen positiv auf den Goldpreis auswirken würde.

Die US-Geldpolitik und der Dollarkurs

Während die Goldnachfrage amerikanischer Investoren zwischen 2004 und 2007 trotz steigender Leitzinsen kaum nachließ, sah dies 2018 ganz anders aus, als zusätzlich auch noch der US-Dollar infolge der Fed-Politik deutlich erstarkte. Nachdem sich die US-Konjunktur Ende 2018 sehr abgekühlt hat und die angekündigten weiteren Zinserhöhungsschritte seitens der Fed weit weniger ambitioniert ausfallen als ursprünglich geplant, hat der Dollar an Stärke eingebüßt. Dazu trägt auch die verstärkte Suche der Zentralbanken in Wachstumsländern nach Alternativen zum US-Dollar bei.

Ökonomische Strukturreformen in Schwellenländern

Rund 70 Prozent der Goldkäufe werden in Wachstumsländern getätigt, allen voran China und Indien. In beiden Staaten finden zurzeit tiefgreifende Strukturreformen statt, die zum Ziel haben, durch Modernisierung und Beseitigung von fiskalischen bzw. rechtlichen Barrieren den allgemeinen Wohlstand z.B. in ländlichen Gebieten zu vergrößern und die wirtschaftliche Bedeutung der Staaten auf globaler Ebene auszubauen. Traditionell führt ein gestiegener privater Wohlstand auch zu einer höheren Goldnachfrage.

Nach Überzeugung des World Gold Council sprechen alle drei aufgeführten Trends tendenziell für eine wenigstens mittelfristig stabile positive Nachfrage nach Gold.

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