Die Zahl des Monats: 45 Zentimeter

Ein früherer "Gold-Zahl des Monats"-Beitrag behandelte die riesigen Goldvorkommen auf dem Asteroiden Eros, die zumindest in absehbarer Zeit für Minenunternehmen unerreichbar sein dürften. Sehr viel näher sind da doch die noch nicht erschlossenen 99 Prozent der Goldvorkommen auf unserer Erde: Laut einer Theorie des Geologen Dr. Bernard Wood von der Macquarie University in Australien befindet sich genug Gold im Inneren der Erde, um die komplette Oberfläche des blauen Planeten mit einer 45 cm dicken Goldschicht zu überziehen.

Woher kommt das Gold in der Erde?

Dr. Woods‘ Theorie basiert auf zahlreichen Versuchen sowie Erkenntnissen über die Entstehung unseren Planeten. Über 30 bis 40 Millionen Jahre wurde die Erde durch kontinuierliche Kollisionen von Asteroiden geformt. Ergo muss die Erde in ihrer chemischen Zusammensetzung der von Asteroiden entsprechen, die prozentual zu ihrer Masse sehr viel mehr Gold enthalten als auf der Erde zu finden ist. Dagegen finden sich auf der Erdoberfläche Minerale wie Silikon oder Kalzium in exakt der gleichen Menge wie auf den Asteroiden, die sie geschaffen haben. Wo also ist das ganze Asteroiden-Gold geblieben? Dr. Wood ist davon überzeugt, dass dichte Stoffe wie Nickel, Platin und eben auch Gold beim Entstehungsprozess der Erde schmolzen und in Richtung des festen eisernen Erdkerns gezogen wurden. Seitdem schwimmen diese Elemente im flüssigen Magma-Strom des äußeren Erdkerns.

So nah – und doch so fern

Das flüssige Gold im Inneren der Erde ist knapp 3000 km von der Oberfläche entfernt – und damit leider ebenso unerreichbar wie das Gold im Weltall: Die bislang tiefsten Bohrungen ins Innere der Erde sind nicht viel weiter als 12 km gekommen. Die bis heute geförderten Goldvorkommen auf der Erde stammen übrigens von kleineren Asteroiden, die mit der Erde kollidierten, nachdem sich der feste und der flüssige Kern des blauen Planeten bereits gebildet hatten. 

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