Die Zahl des Monats: 100 Nanometer

Aktuelles Arnulf Hinkel, Finanzjournalist – 03.09.2018

Goldene Bilderrahmen, Goldstuck, Goldschnitt bei Büchern oder auch goldene Figurinen haben eins gemeinsam: Meistens ist es tatsächlich Gold, was da glänzt. Um die Produktionskosten vergoldeter Gegenstände möglichst niedrig zu halten, wird dabei allerdings extrem dünn geschlagenes Blattgold verwendet, das zwar zum Großteil aus reinem Gold besteht, jedoch eine Dicke von lediglich 100 Nanometern besitzt. 10.000 Blattgoldblätter übereinander gelegt ergeben somit einen Stapel von gerade einmal 1 Millimeter Höhe. 

Aus einem Gramm Gold wird ein halber Quadratmeter Fläche

Die Herstellung von Blattgold ist anspruchsvoll: Zunächst wird Gold eingeschmolzen und Silber bzw. Kupfer beigemischt, wenn die Goldfarbe aufgehellt bzw. abgedunkelt werden soll. Diese Legierung wird zum Abkühlen in eine Barrenform gegossen und von einem Goldschläger zunächst auf eine Dicke von 0,07 Millimeter ausgewalzt. Daraus werden kleine Quadrate geschnitten, die, voneinander durch Montgolfier-Papier getrennt, 600-fach übereinandergestapelt werden. In einer Quetsche wird die Dicke der Goldblätter weiter reduziert. Aus diesen werden neue Quadrate geschnitten und der Vorgang u.a. auch durch Hammerbearbeitung wiederholt, bis die gewünschte Dicke von 100 Nanometer erreicht ist.

Doppelt hält besser – auch beim Blattgold

Gold ist bekanntlich nicht nur extrem dehnbar und flexibel, sondern auch sehr widerstandfähig. Korrosion durch Umwelteinflüsse kennt Gold nicht. Entsprechend haltbar ist – trotz seiner geringen Dicke – auch Blattgold. Wie haltbar, hängt von der verwendeten Blattgoldart ab. Die meistgenutzten Blattgoldarten sind das 100 Nanometer starke Einfachgold und Doppelgold, das eine Dicke von 200 Nanometern aufweist. Nach Angaben der Blattgoldschlägerei Eytzinger hält eine Vergoldung mit Einfachgold bei einem Gegenstand im Außenbereich rund 25 Jahre, bei Verwendung von Doppelgold erhöht sich die Lebensdauer der Vergoldung auf rund 35 Jahre. 

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