Die Fed traut sich nicht

Marktkommentar Michael Blumenroth – 23.09.2016

Wöchentlicher Marktbericht

Die bald abgelaufene Woche stand ganz im Zeichen der Notenbanksitzungen in Japan und den USA. In Japan wurden dabei die Leitzinsen zwar nicht weiter in den negativen Bereich gesenkt. Allerdings behielt sich die japanische Notenbank ausdrücklich  weitere geldpolitische Liquiditätsmaßnahmen vor, und zwar solange, bis die Inflation auf Werte über zwei Prozent steigen würde (was aktuell wirklich in sehr weiter Ferne liegt…). Die Entscheidung der Bank of Japan wurde an den Rohstoffmärkten freundlich aufgenommen, so dass insbesondere die Edelmetalle davon profitieren konnten.

Hilfreich war für Gold und Konsorten ebenso die Entscheidung der US-Notenbank, auch in den USA die Leitzinsen zunächst unverändert zu lassen. Zudem hatte die Federal Reserve Bank auch ihre Zinsprognosen für die beiden folgenden Jahre reduziert. Für die Dezembersitzung hat sich die Fed zwar nun recht klar Richtung einer Zinserhöhung positioniert. Allerdings wurden im Verlaufe diesen Jahres die Marktteilnehmer bereits so häufig von der Fed enttäuscht (wir erinnern uns: Zu Beginn des Jahres hatte die US-Notenbank noch vier Zinserhöhungen zu jeweils 25 Basispunkten geplant), dass selbst nach der jetzigen recht deutlichen Ansage einer Zinserhöhung für den Dezember von den entsprechenden Märkten nicht einmal mit einer 60-prozentigen Wahrscheinlichkeit einpreist wird. 

Wie auch immer, die vorsichtige Herangehensweise der Fed wurde von den Rohstoffmärkten goutiert. Handelte Gold am Freitag vor einer Woche bei 1.315 US$/Unze, bzw. im Tief sogar bei 1.306,50 $/Unze, so wurde es am Montag und Dienstag in Erwartung der Notenbanksitzungen in einer sehr engen Handelsspanne um die 1.315 US$/Unze gehandelt. Nach der Sitzung der japanischen Notenbank ging es bereits aufwärts und mit dem sich dann abschwächenden US-Dollar konnte das Gold nach der Fed-Sitzung bis auf das Wochenhoch bei 1.343,50 US$/Unze ansteigen. Nachdem sich der US-Dollar dann gestern Nachmittag etwas befestigen konnte, gab das edelste aller Metalle einen Teil der Gewinne wieder ab; notiert aber mit 1.336 US$/Unze in dieser Minute knapp 2,5 Prozent über seinem Vorwochenniveau.

Somit konnte auch der Preis von Xetra-Gold in ähnlicher Größenordnung zulegen. Von 37,60 €/Gramm heute vor einer Woche ging es aufwärts bis auf 38,38 €/Gramm am Mittwoch bzw. rund 38,25 €/Gramm im Moment.

Allmählich richtet sich nun der Fokus auf die US-Präsidentschaftswahl – am Montag gibt es das erste Fernsehduell der Kandidaten. Desweiteren folgen wir den Konjunkturdaten aus den USA, um daraus Hinweise auf die weitere Zinspolitik der US-Notenbank ableiten zu können.

Allen Lesern und Leserinnen wünsche ich ein schönes sonniges Spätsommerwochenende.

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