Der US-Dollar steigt und steigt und steigt

Marktkommentar Michael Blumenroth – 03.05.2018

Wöchentlicher Marktbericht

Auch diese Woche stand bis dato (Stand Donnerstagmorgen) im Zeichen eines sich weiter befestigenden Kurs des US-Dollar. Eine Bewegung, die scheinbar einige Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt hat. 

So ist der USD-DXY-Index auf den höchsten Stand seit Jahresbeginn geklettert. Umgekehrt ist der Euro gegen den US-Dollar auf den tiefsten Stand seit dem 9. Januar gesunken (1,1938 €/$). Und der feste US-Dollar hatte denn auch zur Folge, dass Gold in US-Dollar betrachtet auf den niedrigsten Stand seit Jahresbeginn gesunken ist – wobei es dabei immerhin die Marke von 1.300 $/Unze verteidigen konnte.

Fokus auf Zinsunterschieden in USA und Eurozone

Kommentatoren meinen, dass sich die Händler aktuell auf den wachsenden Zinsunterschied zwischen den USA und den anderen Industriestaaten konzentrieren. Extrem konträr sind natürlich auch die Zinsunterschiede bzw. die Erwartungen an Leitzinserhöhungen zwischen den USA und der Eurozone. Während für die USA weiterhin zwei bis drei Leitzinserhöhungen im Jahre 2018 auf der Agenda stehen, erwarten die Marktbeobachter die erste Zinserhöhung der EZB frühestens im Sommer 2019. Etwas merkwürdig erscheint, dass der Zinsunterschied im Jahr 2017 keinerlei Einfluss auf den Wechselkurs des US-Dollar hatte, während dieser aktuell der entscheidende Parameter zu sein scheint.

Gold im Wochenvergleich in US-Dollar schwächer, in Euro etwas fester

Wie auch immer, ein starker US-Dollar ist nun einmal nicht dazu angetan, den Goldpreis nach oben zu schieben. Handelte Gold am Freitagmorgen vergangener Woche noch bei 1.317 $/Unze und zum Wochenstart bei 1.325 $/Unze, so gab es bis zum Dienstag relativ kontinuierlich bis auf 1.302 $/Unze nach. Nach der etwas unklaren Botschaft der US-Notenbank Fed gestern Abend sprang der Goldpreis noch einmal kurz bis auf 1.313 $/Unze. Mit aktuellen 1.310 $/Unze handeln wir aktuell (Donnerstagmorgen) zumindest nicht so weit davon entfernt. 

Gegen Euro betrachtet handelt der Goldpreis allerdings etwas fester. Grund hierfür ist, dass wie in der vergangenen Woche schon der Euro gegen den US-Dollar sogar noch etwas stärker gefallen ist, als der Goldpreis in US-Dollar nachgegeben hat. Von 35,07 €/Gramm am vergangenen Freitagmorgen stieg der Xetra-Goldpreis gleichtägig bis auf 35,18 €/Gramm an. Nach dem Wochentief bei 34,90 €/Gramm am Montagmorgen stieg der Preis des Goldes in Euro pro Gramm dann aber wieder leicht an und handelt aktuell bei 35,12 €/Gramm.

Es bleibt spannend

In den nächsten Tagen wird der Goldpreis in seine Richtungssuche voraussichtlich weiter die Entwicklung des US-Dollar, insbesondere auch gegen die Produzentenwährungen und den Euro, mit einbeziehen. Analysten sind hier momentan uneinig, wo es zunächst hingehen wird.

Nächsten Dienstag laden wir Sie herzlich zur Teilnahme an unserem oline Seminar „Xetra-Gold – Gold: Währung, Rohstoff oder Anlageklasse?“ ein, in dem ich als Goldmarkt-Experte von der Deutschen Bank aktuelle Entwicklungen am Goldmarkt kommentiere. Es besteht außerdem die Möglichkeit, mir direkt Fragen zu stellen.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames frühsommerliches Wochenende. 

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