Der Goldpreis wird durch geopolitische Unsicherheiten wiederbelebt

Marktkommentar Michael Blumenroth – 23.03.2018

Wöchentlicher Marktbericht

Nach Wochen, in denen der Goldpreis eher träge vor sich hindümpelte, konnte er in den letzten Stunden wieder etwas an Leben gewinnen und kletterte auf ein Vierwochenhoch.

Diese Woche standen einige wichtige Daten im Kalender. Was die Geldpolitik anbelangt, so stand natürlich das Treffen der US-Notenbank im Fokus. Direkt im Anschluss an diese Sitzung schienen sich die Händler nicht ganz klar zu sein, was sie davon halten sollten. Zwar erhöhte die Fed ihre Leitzinsprognosen für 2018 nicht auf vier Zinserhöhungen, sondern beließ diese bei drei. Allerdings wurden die Prognosen für 2019 von zwei auf drei Erhöhungen raufgesetzt.  Nach einigen Minuten des Nachdenkens beschlossen die Anleger, sich mehr auf die weiterhin nur drei geplanten Zinsschritte in 2018 zu fokussieren (wer weiß schon, was 2019 passieren wird…). Somit setzte der US-Dollar Mittwochabend etwas zurück, während Gold an Wert zulegen konnte.

Fortschreitender Handelskonflikt schreckt Märkte auf

Nachhaltiger könnten die Märkte vom Handelskonflikt zwischen den USA und China geprägt werden. Hier warteten die Märkte gestern gebannt auf die Verkündung der Länder, die von den Zöllen auf Stahl und Aluminium betroffen oder auch nicht betroffen sein sollen. Die EU schaffte es – vorübergehend – von der Liste gestrichen zu werden. China, wie zu erwarten, nicht. Zwar war dies so zu vermuten gewesen. Allerdings erschien das Rendezvous mit der Realität viele Marktteilnehmer denn doch zu erschrecken. Die Aktienmärkte gaben deutlich nach, sowohl in Europa, als auch in den USA und heute Morgen in Asien. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Donald Trump gestern Abend nach Börsenschluss seinen Sicherheitsberater McMaster entlassen hat. Diesem wurde ein mäßigender Einfluss nachgesagt, was das US-Vorgehen gegenüber dem Iran und Nordkorea angeht.

Gold gewinnt seine Anziehungskraft wieder

So  tat sich denn Gold zunächst schwer, bevor es heute Nacht auf ein neues Vierwochenhoch anstieg. Handelte Gold am Freitagmorgen vergangener Woche noch bei 1.318,50 $/Unze, so fiel es am Dienstag nach bis dato lustlosem Handel bis auf das Wochentief bei 1.307,50 $/Unze. Nach dem Fed-Treffen kletterte Gold auf 1.335 $/Unze, gab dann gestern mit dem zunächst etwas festeren Kurs des US-Dollar wieder nach, bevor es heute Morgen auf 1.343 $/Unze anstieg. Aktuell handelt es nicht weit davon entfernt bei 1.341 $/Unze. Ein Wochengewinn von zirka 1,8 Prozent also.

Auch gegen Euro betrachtet handelt der Goldpreis höher als zum Ende vergangener Woche. Von 34,45 €/Gramm am vergangenen Freitag, bzw. 34,25 €/Gramm am Dienstag rückte der Xetra-Gold-Preis bis auf 34,95 zum Handelsstart heute vor. Auch aktuell notiert der Xetra-Goldpreis knapp unter 34,95 €/Gramm.

Handelsstreit dominiert wohl auch kommende Woche 

Die Märkte werden in den nächsten Tagen sicher ihr Hauptaugenmerk darauf richten, was es für Neuigkeiten (Chinas Reaktion?) im Handelsstreit geben wird. Und wie die Aktienmärkte darauf reagieren (heute Morgen in Europa sehr verschreckt…).

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein schönes Wochenende. Und denjenigen, die in Osterurlaub fahren, eine erholsame Zeit.

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