Der Goldpreis profitiert weiter von der zunehmenden Risikoscheu der Investoren

Marktkommentar Michael Blumenroth – 19.10.2018

Wöchentlicher Marktbericht

Auch wenn es insbesondere am Mittwoch eine leichte Zwischenerholung gab, so bleiben die Märkte dennoch angespannt. Grund hierfür sind weiterhin die aktuellen geopolitischen Spannungen, derer es zur Genüge gibt.

Unsicherheiten treffen Märkte zu Beginn der Berichtssaison

So beschäftige die Märkte unter anderem der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der für eine Abkühlung der chinesischen Wirtschaft sorgen könnte. Des Weiteren die Situation rund um den Nahen Osten mit dem Thema Saudi-Arabien und den am 5. November anstehenden US-Sanktionen gegen den Iran. Hier in Europa steht aktuell der Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU im Fokus. Abzulesen ist das auch daran, dass der Abstand der Renditen, also der Marktzinsen, zwischen dem sicheren Hafen Bundesanleihen und den italienischen Staatsanleihen in der zehnjährigen Laufzeit so breit ist wie seit 2013 nicht mehr. Dies ist ein Zeichen dafür, dass Anleger momentan mit Engagements in Italien eher vorsichtig sind. Zudem tickt die Brexit-Uhr weiter. Eine Menge an Unsicherheiten also, welche die Märkte aktuell genau zum Start der Berichtssaison treffen. Kein Wunder, dass so einige Aktieninvestoren Gewinne mitnahmen, und die Leitindizes insbesondere gestern unter Druck gerieten.

Sichere Häfen erfreuen sich stärkerer Nachfrage

Des einen Leid ist des anderen Freud. So wurden die sicheren Häfen US-Dollar, Yen, Franken und Gold im Wochenverlauf eher nachgefragt. In US-Dollar betrachtet handelte das Gold am Freitagmorgen vergangener Woche bei 1.220 $/Unze, und zum Wochenschluss am Freitagabend bei 1.215 $/Unze. Nachdem die Marktteilnehmer die Risiken am Montag wohl nach der Lektüre der Wochenendpresse etwas höher bewerteten als zuvor, konnte der Goldpreis gleich am Montagmorgen auf sein bisheriges Wochenhoch bei 1.233 $/Unze zulegen. Nach einem erneuten Versuch am Dienstag, dieses Niveau aus dem Weg zu räumen, fiel der Goldpreis gestern noch einmal kurz unter die Marke von 1.220 $/Unze. Als die Aktienmärkte dann auf Tauchstation gingen, ging es aber wieder aufwärts, so dass Gold auf  1.230 $/Unze anstieg. Zum Handelsbeginn heute Morgen geht es allerdings gerade leicht abwärts. Aktuell wird das edelste aller Metalle so bei 1.225 $/Unze umgesetzt.

Xetra-Gold teurer

Der Euro verlor gegen den US-Dollar im Wochenvergleich etwas an Wert. Somit legte der Goldpreis in Euro noch etwas deutlicher zu. Der Xetra-Goldpreis stieg von 33,80 €/Gramm (dies war zugleich das Wochentief) am vergangenen Freitagmorgen recht kontinuierlich bis auf 34,45 €/Gramm zum Handelsstart heute Morgen an. Die preisliche Entwicklung des Goldes könnte auch in den nächsten Tagen von der Stärke oder Schwäche der Aktienmärkte und des US-Dollar determiniert werden. Momentan scheint das sichere Hafen-Argument zumindest vorübergehend leicht Oberhand zu gewinnen.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames Wochenende.

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