Brexit-Day

Marktkommentar Michael Blumenroth – 24.06.2016

Wöchentlicher Marktbericht

Ein historisches Datum. Nach Wochen des gespannten Wartens endete die Abstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der EU mit einem Knalleffekt. Bis Mitte vergangener Woche hatten sich recht düstere Umfragergebnisse gehäuft, die in der großen Mehrzahl ein Verlassen der EU seitens Großbritanniens prophezeiten. Am Donnerstagabend vergangener Woche änderte sich dies plötzlich, so dass es nach risikofreudigerem Handel am Freitag dann insbesondere am Montag an den europäischen Aktienmärkten zu einer fulminanten Kursrallye kam. Auch in den Folgetagen kletterten die Leitindizes weiter nach oben, ebenso wie das Britische Pfund und der Euro.  Spiegelbildlich dazu gab das Gold eher nach. Diese Bewegung hielt bis gestern um Mitternacht an. Dann trudelten allmählich die ersten Auszählungsergebnisse ein, und das Bild änderte sich dramatisch.

Nun ist es also Fakt: Großbritannien tritt aus der EU aus. In einer ersten Reaktion kam es zu massiven Kursbewegungen insbesondere an den Währungsmärkten. Das Pfund Sterling verlor gegen den US-Dollar zeitweilig mehr als 11 Prozent und stürzte auf ein 40-Jahres-Tief. Auch der Euro erlitt gegen den US-Dollar den größten Tages-Kursverlust seiner Geschichte als er zwischenzeitlich um mehr als 4 Prozent nachgab. Sichere Häfen waren insbesondere in den Stunden, als aus den Befürchtungen Gewissheit wurde, gefragt. An den Währungsmärkten waren dies die üblichen Verdächtigten namens Yen und Schweizer Franken. Aber auch natürlich das Gold.

Dieses war am vergangenen Freitag noch bei 1.285 US$/Unze umgesetzt worden und im Verlauf dieser Woche bis auf 1.251 US$/Unze gefallen. Und dies ausgerechnet gestern um kurz vor Mitternacht. Bis kurz vor 5 Uhr war es bereits auf 1.290 US$/Unze angestiegen, nur um in der folgenden Stunde unter nahezu panikartigen Käufen bis auf 1.358 US$/Unze zu springen. In den nächsten Stunden beruhigten sich die Märkte wieder etwas, so dass der Goldpreis leicht zurücksetzte auf aktuell 1.322 $/Unze. So hoch wurde Gold seit Juli 2014 nicht mehr gehandelt.

Die Anleger in Xetra-Gold profitieren zusätzlich von dem schwächeren Kurs des Euro. Notierte dieses vergangene Woche um diese Zeit bei 36,75 €/Gramm und gestern zur Mittagszeit auf dem Wochentief bei 35,50 €/Gramm, so stieg es heute Morgen zu Beginn der Handelszeiten bis auf  38,53 €/Gramm an. Mit dem Rücksetzer der Goldpreise in US-Dollar notiert es etwas tiefer bei 38,15 €/Gramm; wird damit aber dennoch deutlich mehr als 3 Prozent über dem Niveau der Vorwoche umgesetzt. 

Nun schauen wir mal, wie die Märkte über das Wochenende den Brexit-Schock verdauen und was sich zu Beginn der nächsten Woche tun wird. Ein kleiner Hinweis vorab. Ich werde am nächsten Donnerstag und Freitag nicht im Office sein, so dass dieser kurze Marktkommentar dann wahrscheinlich schon am Mittwochnachmittag zur Verfügung gestellt wird.

Ein erholsames und nicht allzu verregnetes Wochenende wünsche ich Ihnen allen. Und ein paar spannende Spiele bei der Fußball-EM, um nach der anstrengenden Woche Entspannung zu finden.

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