KI befeuert Goldnachfrage im Technologiesektor

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Laut der jüngst veröffentlichten Gold Demand Trends des World Gold Council für das erste Quartal 2026 hat sich die globale Goldnachfrage mit 1.231 Tonnen nur um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöht. Im Vergleich zum 4. Quartal 2025 ist die Goldnachfrage sogar um 6 Prozent gesunken. Verantwortlich dafür sind der hohe Goldpreis, der gegenüber dem Vorjahresquartal um 70 Prozent gestiegen ist, und die durch die Blockade der Meerenge von Hormus ausgelösten Inflationssorgen, die Wirtschaft und private Haushalte gleichermaßen betreffen. Dementsprechend ist der 23-prozentige Rückgang der Goldnachfrage in der Schmuckindustrie besonders hoch. Aber auch in den meisten Bereichen des Technologiesektors ist die Nachfrage gesunken. Die einzige Ausnahme: der Goldbedarf rund um Künstliche Intelligenz.

KI-Entwicklung und -Infrastruktur benötigen High-End-Technologie

Unternehmen, die primär kostensensible Unterhaltungselektronik und Kommunikationsgeräte herstellen, haben bisher aufgrund der steigenden Goldpreise versucht, das Edelmetall durch weniger kostenintensive Bauteile zu ersetzen. Die technischen Anforderungen an KI-relevante Technologien sind jedoch so hoch, dass der Einsatz von Gold dort unabdingbar ist. Dies betrifft vor allem Hochleistungskomponenten, bei denen die einzigartige Leitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit von Gold unverzichtbar sind. Deshalb ist die Goldnachfrage im ersten Quartal 2026 im Elektronikbereich im Jahresvergleich dreimal so stark gestiegen wie im gesamten Technologiesektor.

Weltpreis für Gold im ersten Quartal 2026 auf Rekordhoch

Auch wenn im bisherigen Verlauf von 2026 der Goldpreis in US-Dollar nur moderat um 6,57 Prozent gestiegen ist, haben die Kursanstiege von 26,25 Prozent im Jahr 2024 und 66,47 Prozent im letzten Jahr dafür gesorgt, dass Gold noch nie so wertvoll war wie im ersten Quartal 2026. Dies erklärt auch die Rückgänge der Goldnachfrage in allen preissensitiven Branchen sowie bei Gold-ETFs und -ETCs, die seit März 2026 vor allem von professionellen Investoren verkauft wurden, um Kasse zu machen oder die eigene Liquidität sicherzustellen.