Gold-ETFs/ETCs entwickeln sich 2026 uneinheitlich, aber positiv

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Der Goldbestand zur Absicherung von ETFs und ETCs beträgt nach Angaben des World Gold Council, dem Branchenverband der Goldindustrie, zurzeit 4.063 Tonnen (Stichtag: 24. Juli 2026) und liegt damit unter dem Allzeithoch Anfang März 2026, aber höher als zu Jahresbeginn mit 4.033 Tonnen und deutlich höher als in den vergangenen Jahren. Anfang 2025 umfasste der in ETFs/ETCs verwaltete Goldbestand 3.229 Tonnen, Anfang 2024 nur 3.205 Tonnen – und dies während der seit 2024 andauernden Goldpreisrallye, die erst im zweiten Quartal 2026 einen signifikanten Dämpfer erhielt. Dennoch sind auch im laufenden Jahr positive Entwicklungen zu beobachten.

Im bisherigen Jahresverlauf insgesamt leichte Zuwächse

Vom 2. Januar bis 24. Juli 2026 verzeichneten fast alle Regionen Zuwächse bei physisch besicherten Gold-ETFs/ETCs, mit Ausnahme der US-Goldfonds, wo sich der verwaltete Goldbestand um 2,7 Prozent verringerte. Im gleichen Zeitraum erzielten europäische Gold-ETCs leichte Zuflüsse in Höhe von 1,3 Prozent, asiatische Goldfonds 16,2 Prozent und die übrigen Regionen 1,6 Prozent Nettozuflüsse.

Zuflüssen stehen fast ebenso hohe Abflüsse entgegen

Insgesamt betrug die Goldnachfrage von Goldfonds und ETCs mit physischer Besicherung 677 Tonnen, im gleichen Zeitraum flossen jedoch 643 Tonnen ab – ein Plus von 0,8 Prozent des gesamten verwalteten Goldbestands. Positiv zu vermerken: Nachdem sich die Goldnachfrage im zweiten Quartal mit Ausnahme von Europa fast überall negativ entwickelte, zeigen die aktuellen Daten der 30. Kalenderwoche 2026 laut dem Report „Gold ETFs, holdings and flows" vom 27. Juli in allen Regionen wieder Zuwächse. Von einer Trendwende zu sprechen wäre allerdings verfrüht. Zwar beließ die Fed am 29. Juli 2026 die Leitzinsen unverändert, doch die Möglichkeit künftiger Zinserhöhungen belastet weiterhin den Goldpreis.