Gold als Krisenschutz: Neue Studie zeigt, warum der Preis 2026 trotz Konflikten schwankt

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Die geopolitischen Krisenherde erhitzten sich 2026 weiter, was sich in der Goldnachfrage niederschlug. Ende Januar stieg der Preis für das Edelmetall in der Eurozone auf den Höchststand von 146,90 €. Danach gab der Goldpreis nach, bevor er Anfang März mit 147,29 € ein neues Allzeithoch erreichte – eine Reaktion auf den Beginn der militärischen Auseinandersetzungen von Israel und den USA mit dem Iran.

Eine Folge: rasant steigende Benzinpreise und dadurch eine hohe Inflationsgefahr. Trotzdem hat Gold zuletzt nachgegeben und lag Mitte März bei 133 € pro Gramm. Wie verträgt sich diese Entwicklung mit dem Status von Gold als Krisenschutz? Und ist dies schon häufiger vorgekommen? Eine aktuelle Studie von OSBC Group Research gibt Aufschluss zu diesen Fragen.

Goldpreis 2026: Warum Gold trotz Krisen kurzfristig fällt

Aktuell wird der Goldpreis vor allem von zwei Faktoren belastet: durch den gegenüber dem Euro aufgewerteten US-Dollar sowie die enttäuschten Erwartungen der US-Investoren hinsichtlich einer Leitzinssenkung durch die Fed. Dies sollte Anleger jedoch nicht beunruhigen., denn langfristig wird Gold seiner Rolle als Krisenschutz gerecht. Die Studie der OSBC belegt, dass der Goldpreis bei nahezu allen größeren Krisen seit der Jahrtausendwende kurzfristig häufig nachgab, im Laufe einer Krise aufgrund der gestiegenen Nachfrage aber meistens zulegte. Dazu wurde die Preisentwicklung direkt zu Beginn eines kritischen Ereignisses mit jener drei Monate später verglichen.

Analyse seit 2000: In fünf von sechs Krisen steigt der Goldpreis deutlich

Die OSBC-Studie untersuchte die Goldpreisentwicklung während der US-Invasion im Irak, der weltweiten Finanzkrise, dem arabischen Frühling und dem folgenden Bürgerkrieg in Libyen, der Corona-Pandemie, der russischen Invasion in die Ukraine sowie während des israelisch-iranischen 12-Tage-Krieges im letzten Jahr, welche den aktuellen Kriegshandlungen in Nahost voranging. Bei nahezu allen genannten Ereignissen verlor der Goldpreis zunächst leicht bis maximal -2 Prozent. Mit Ausnahme des russischen Überfalls auf die Ukraine stand der Goldpreis jedoch nach drei Monaten zwischen 6,5 und 8 Prozent höher als vor dem Beginn der jeweiligen Krise.