Jetzt wissenschaftlich belegt: Darum glänzt Gold ewig

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Gold hat einzigartige physikalische Eigenschaften, die das Edelmetall für seine Verwendung in der Industrie und Medizin unersetzlich machen. Eine dieser Eigenschaften macht Gold auch so wertvoll für die Schmuckindustrie: Es ist praktisch unvergänglich. Gold rostet nicht und läuft nicht an, wie es nahezu alle anderen Edelmetalle, beispielsweise Silber, früher oder später tun. Obwohl diese Eigenschaft von Gold seit Jahrtausenden geschätzt wird, gab es niemals eine belastbare wissentliche Erklärung für dieses einzigartige Phänomen. Bis jetzt: Zwei Wissenschaftler der Tulane University in New Orleans, USA, haben die „Superkraft“ von Gold entschlüsselt.

Warum reagiert Gold so gut wie gar nicht mit Sauerstoff?

Lange Zeit dachten Forscher, dass Gold nicht oxidiert, weil der schwere Goldkern seine Außenelektronen besonders fest bindet. Wie die neue Online-Plattform der American Physical Society – APS Journals – Ende Mai 2026 meldete, fanden Matthew Montemore und Santu Biswas von der Tulane University jüngst durch umfangreiche Tests heraus, dass dies nicht der Hauptgrund für die Unvergänglichkeit von Gold ist. Dass Gold niemals anläuft, ist vielmehr der Tatsache geschuldet, dass das die kubisch-flächenzentrierte Form des Atomgitters des Edelmetalls, wissenschaftlich als AU (100) bezeichnet, sich an seiner Oberfläche in eine hexagonale Gitterform, Au (110), wandelt. Diese Umlagerung der Oberflächenatome macht Gold extrem resistent gegenüber Sauerstoff und verhindert die Oxidation. 

Wichtige Erkenntnisse zur Optimierung von Goldkatalysatoren

Laut einem aktuellen Beitrag in „Bild der Wissenschaft“ bieten die neuen Erkenntnisse über die Oberflächenstruktur von Gold interessante Ansatzpunkte für die Verbesserung seiner Katalysatorfunktion in der chemischen Industrie. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung wäre es, eine Möglichkeit zu finden, Gold an der Umlagerung seiner Oberflächenatome zu hindern. Daran wird das Forscherteam in New Orleans in Zukunft arbeiten.