Anlageberater empfehlen meist eine Beimischung von Gold im Portfolio von 5 bis 10 Prozent, um die risikobereinigte Rendite zu optimieren. Wie eine neue Studie des World Gold Council zeigt, lässt sich nicht nur der Nutzen von Gold in praktisch jedem Anlageportfolio nachweisen. Auch die exakte Beimischung für jeden Risikotyp lässt sich quantitativ ermitteln. Ein weiteres, hochinteressantes Ergebnis der Studie: In den letzten 20 Jahren hat Gold zuverlässig nicht nur die risikobereinigte, sondern auch die unbereinigte Jahresrendite von Anlegerportfolios verbessert.
Gold im Portfolio: risikobereinigte Rendite steigt, Volatilität sinkt
Im Rahmen der Veröffentlichung „Relevance of Gold as a strategic Asset: 2026 Edition“ wurden die Auswirkungen einer Goldbeimischung von 5 Prozent in typischen Aktien/Anleihen-Portfolios über die letzten drei, fünf, zehn sowie 20 Jahre untersucht. Über alle Zeiträume hinweg wirkte sich eine Gold-Allokation positiv aus: Die Gesamtvolatilität nahm über alle gemessenen Zeiträume ab, während der maximale temporäre Wertrückgang des Portfolios weniger stark ausfiel als ohne Goldbeimischung. Die risikobereinigte Rendite entwickelte sich gleichzeitig über alle Zeiträume hinweg vorteilhafter als ohne Gold-Allokation – wie auch die nichtbereinigte Rendite. Besonders stark machte sich dies in den letzten drei Jahren bemerkbar, was auch an der ausgedehnten Goldpreisrallye lag.
Welche Gold-Allokation zu welchem Portfolio?
In der Studie wurde auch die optimale Höhe der Goldbeimischung zum jeweiligen Risikotyp untersucht. Dabei wurden die risikobereinigten Wertentwicklungen von Portfolios gemessen, die für Anleger mit geringer, durchschnittlicher und hoher Risikoaversion typisch sind. Die Ergebnisse: Bei einem stark nach Sicherheitsaspekten ausgerichteten Portfolio mit 65 Prozent Anleihen und 30 Prozent Aktien reicht eine Goldbeimischung von knapp 5 Prozent, bei einem Standard-Portfolio mit 42 Prozent Aktien, 43 Prozent Anleihen sowie knapp 9 Prozent alternativen Investments sind 6 Prozent Gold optimal. Ein aggressives, d.h. risikofreudiges Portfolio würde mit 55 Prozent Aktien, 22 Prozent Anleihen und 13,6 Prozent Alternatives von einer Goldbeimischung in Höhe von 9,3 Prozent am stärksten profitieren.