Wie gut Gold seiner Funktion als Wertspeicher bzw. Inflationsschutz gerecht wird, zeigt ein Vergleich zur Wertentwicklung von Fiatwährungen, insbesondere jene der Weltwährung US-Dollar sowie der Gemeinschaftswährung Euro. Laut des „Monthly Gold Compass April 2026“ hat der US-Dollar seit der Jahrtausendwende gegenüber Gold 93,8 Prozent seiner Kaufkraft verloren, der Euro immerhin 92,9 Prozent. Auf einzelne Jahre heruntergebrochen und mit der realen Entwicklung der Inflationsrate verglichen, ergeben sich auf Basis von Daten der London Stock Exchange und des Statistikportals Statista interessante Einsichten.
Kursanstieg in den meisten Jahren deutlich stärker als Inflation
Von der Jahrtausendwende bis heute hat der Goldpreis die Inflation fast immer „outperformt“. 2010 beispielsweise lag die Teuerungsrate in der Eurozone bei 1,6 Prozent; der Goldpreis verzeichnete im gleichen Zeitraum ein Plus von 38,6 Prozent. Im darauffolgenden Jahr stieg die Inflation auf 2,7 Prozent, der Goldpreis um 13,9 Prozent. Es gab jedoch auch Jahre, in denen Gold kurzfristig keinen Inflationsschutz bot: 2013 war so ein Jahr, in dem der Euro gegenüber dem Edelmetall sogar um 44,7 Prozent an Kaufkraft zulegte. Diese Entwicklung zeigt einmal mehr, dass Gold vor allem über längere Anlagezeiträume glänzt, da die Preisentwicklung des Edelmetalls kurzfristig in inflationären Phasen auch enttäuschen kann.
Gold kann wertvollen Beitrag zur Portfoliorendite leisten
Gerade in den letzten Jahren hat Gold eine herausragende Rolle in der Gesamtperformance von Anlegerportfolios gespielt. Mit 35,6 Prozent Kursgewinn 2024, 44,9 Prozent Plus im letzten Jahr und – trotz zwischenzeitlichem Absturz – 10 Prozent Wertzuwachs 2026 schützt das Edelmetall nicht nur vor Inflation (rund 2 Prozent in diesem Jahr), sondern erweist sich immer wieder als eine der erfolgreichsten Anlageklassen überhaupt.