Die Frage nach den größten Goldreserven ist schnell beantwortet: Nach wie vor führen hier nach Angaben des World Gold Council die USA mit 8.133,5 Tonnen, gefolgt von Deutschland mit 3.350 Tonnen sowie zwei weiteren europäischen Ländern, Italien und Frankreich, mit 2.452 bzw. 2.437 Tonnen. Von allen Nationen verzeichnet China bereits seit Jahren die prozentual höchsten Zuwachsraten und befand sich Ende 2025 auf dem sechsten Platz. Doch wie sieht es mit dem Gold aus, das noch nicht gefördert wurde? Welche Länder führen hier? Und wo befinden sich die größten Goldproduzenten der Welt?
China führt die weltweite Minenproduktion an
Sowohl bei der Goldnachfrage als auch der Produktion des Edelmetalls führt China seit geraumer Zeit den Markt an: 2024 waren es 380 Tonnen, die im Reich der Mitte gefördert wurden. Auch ist China aufgrund der hohen Affinität der Bevölkerung zu Goldschmuck eines der führenden Länder beim Recycling von Altgold. Bei der Förderung von Gold kommen die USA mit 160 Tonnen nach Russland, Australien und Kanada erst an fünfter Stelle. Es folgen verschiedene afrikanische und lateinamerikanische Nationen. Europäische Länder spielen bei der Minenförderung von Gold praktisch keine Rolle.
Russland und Australien haben die größten noch unangetasteten Goldvorkommen
Nach einer Veröffentlichung der U.S. Geological Survey von Anfang 2025 befinden sich in Russland und Australien jeweils über 12.000 Tonnen förderbares Gold in bereits bestehenden oder geplanten Goldminen. Das übersteigt die Menge jedes anderen Landes. Mit 5.000 Tonnen hält Südafrika den dritten Platz im Ranking. China und die USA verfügen im Vergleich über deutlich weniger wirtschaftlich sinnvoll abbaubare Goldvorkommen, nämlich 3.100 bzw. 3.000 Tonnen, weshalb sie auch erst auf den Plätzen 6 und 7 auftauchen. Größere bislang unangetastete Goldvorkommen finden sich außerdem in Kanada, in Mittel- und Südamerika und einigen afrikanischen Ländern sowie in Osteuropa. Insgesamt 60.000 Tonnen Gold gelten zurzeit als noch ökonomisch abbaubar.