In den ersten Wochen des noch jungen Jahres 2026 setzte der Goldpreis seinen Anstieg weltweit fort. Es wurde aber nach seinem historischen Höchststand am 28. Januar – in der Eurozone erreichte das Edelmetall fast 147 € pro Gramm – ausgebremst, bevor er sich bei 135 € stabilisierte (Stand: 11. Februar 2026). Diese Goldperformance entspricht einem Plus von 11.3 Prozent seit Jahresbeginn. Die erhöhte Preisvolatilität führte zu enormen Handelsvolumina in Höhe von durchschnittlich 623 Mrd. US$ täglich. Dabei gab es mehr Investoren, die ihre Goldallokationen in ETFs und ETCs erhöhten als solche, die ihre Gold-Investments reduzierten.
Rekord-Januar für Nettozuflüsse
Der Januar 2026 erwies sich als stärkster Januar aller Zeiten, was Nettozuflüsse in Goldfonds und ETCs mit physischer Besicherung angeht: Um mehr als 120 Tonnen wurden die weltweiten Goldbestände erhöht. Neben den Zuflüssen in Höhe von knapp 185 Tonnen gab es jedoch auch Abflüsse von 64 Tonnen. Hier schlugen sich Gewinnmitnahmen nieder: Für manche Investoren war die erhöhte Volatilität in Verbindung mit erneuten Allzeithochs beim Goldpreis auch Signal zum Ausstieg. Die rasante Kurskorrektur Ende Januar bot Investoren jedoch auch die Gelegenheit, in Gold einzusteigen bzw. bestehende Goldallokationen auszubauen.
US- und China-Goldfonds fast gleichauf, Zuflüsse auch in Europa
Gold-ETFs in den USA verzeichneten mit 41,7 Tonnen den stärksten Zuwachs, dicht gefolgt von chinesischen Goldfonds mit 38,5 Tonnen. In Europa legen britische Gold-ETCs mit physischer Besicherung am stärksten zu, wie schon im vergangenen Jahr. Aber auch deutsche, italienische und schweizerische ETCs erhöhten ihre Bestände. Der börsengehandelte Rohstoff Xetra-Gold verzeichnet seit Anfang 2025 Nettozuflüsse von rund 4 Tonnen. Der Bestand von Xetra-Gold liegt heute bei rund 173 Tonnen. Für das Wachstum sind nicht nur institutionelle Investoren verantwortlich – auch Privatanleger legen Xetra-Gold wieder vermehrt in ihre Depots.