2025 war für Goldfonds & ETCs mit physischer Besicherung ein Rekordjahr. Laut der kürzlich veröffentlichten „Gold ETF Flows“ des World Gold Council übertrafen in fast allen Märkten die Zuflüsse die Abflüsse bei weitem, ganz besonders in den USA und China. Auch in Europa gab es zum Jahresende nach zwei Jahren mit leichten Abflüssen wieder Nettozuflüsse, und zwar gleich um 10 Prozent. Weltweit stieg der Handel mit Gold stark an, was sich auf die Liquidität des Edelmetalls positiv auswirkte. Ohnehin schon eine der meistgehandelten Anlageklassen der Welt, erhöhte sich seine Liquidität 2025 um 56 Prozent. Besonders stark stieg im gleichen Zeitraum die Liquidität im Handel mit Goldfonds und -ETCs, nämlich um 138 Prozent.
Sieben Monate Nettozuflüsse für US-Goldfonds
US-Investoren überholten China und Indien mit Nettozuflüssen von 27 Prozent, wodurch sich der in ETFs verwaltete Goldbestand um knapp 446 Tonnen erhöhte. Das ist umso bemerkenswerter, da Chinesische ETFs seit Jahren extreme Zuwachsraten verzeichnen, so auch 2025 mit 116 Prozent. Auch der Goldbestand in indischen ETFs verdreifachte sich 2025. Insgesamt verdoppelten Gold-ETFs in der Region Asien ihre Goldbestände knapp. Weltweit werden derzeit 4.025 Tonnen Gold in ETFs und ETCs verwaltet, was einem aktuellen Wert von 558 Mrd. US$ entspricht. Anfang 2025 waren die weltweiten Goldbestände noch 227 Mrd. US$ wert – weniger als die Hälfte
Drei zentrale treibende Faktoren
Das US-Anlegerinteresse an Goldfonds und -ETCs als sicherer Hafen wurde spätestens seit Mitte 2025 durch die Strafzollandrohungen, höhere Verbraucherpreise, geopolitische Spannungen und eine deutlich erhöhte Kapitalmarktvolatilität befeuert. Hinzu kam die langanhaltende Goldpreisrallye, die für viele Anleger einen Kaufanreiz auslöste, sowie die geringere Attraktivität von US-Staatsanleihen aufgrund sinkender Zinsen. Wie sich 2026 entwickelt, wird zu einem großen Teil davon abhängen, wie schnell und friedlich die zahlreichen geopolitischen und wirtschaftlichen Konflikte gelöst werden können.