Der italienische Astronom Annibale de Gasparis sah ihn als Erster: den Asteroiden 16 Psyche. Am 17. März 1852 entdeckt, beschäftigt der 278 x 238 x 171 km große Asteroid seitdem unzählige Wissenschaftler, denn 16 Psyche soll überwiegend aus Metall bestehen. Neben Nickel, Eisen und Kobalt wird vermutet, dass er auch große Mengen an Edelmetallen wie Gold, Silber und Platin enthält. Nach aktuellen Schätzungen soll 16 Psyche ca. 115 Trillionen US$ wert sein. Genaueres wissen wir nach 2029, wenn eine 2023 gestartete Sonde die Umlaufbahn des Asteroiden erreichen wird, wo sie zirka zwei Jahre lang 6 Psyche umkreisen soll, um genauere Informationen zu sammeln.
Einzigartiger Asteroid besteht zu 60 Prozent aus Metall
Dass 16 Psyche seit über 170 Jahren das rege Interesse von Wissenschaftlern weltweit hält, liegt an den besonderen Eigenschaften des Asteroiden. Sein Metallgehalt ist mit geschätzten 60 Prozent so hoch, wie es sonst bei Planeten wie unserer Erde nur im Innersten zu finden ist, dem sogenannten Kern. 16 Psyche ist mit einem Durchmesser von 226 Kilometern der mit Abstand größte Metall-Asteroid in unserem Universum. Darüber, wie er entstand, rätseln Wissenschaftler schon sehr lange. Die einfachste Erklärung, von der auch das Wissenschaftlerteam der Arizona State University ausgeht, die für die Untersuchungen rund um die Entsendung der Sonde verantwortlich zeichnen: 16 Psyche ist der Kern eines großen Planeten, der vor Millionen Jahren durch heftige Kollisionen mit anderen Himmelskörpern zerstört wurde.
Entsendung der Sonde hat rein wissenschaftlichen Hintergrund
Die 2023 ins All gesendete Sonde soll nicht nur Hinweise darauf suchen, ob die Planetenkern-Theorie realistisch ist – es sollen auch generelle Rückschlüsse auf die Entstehung unseres Sonnensystems und schließlich der Erde gezogen werden. Ob 16 Psyche tatsächlich so viel Gold enthält wie vermutet wird, ist nur am Rande Gegenstand der Mission. Nach heutigem Wissensstand scheint ein Abbau sowieso unmöglich und wäre auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnlos.