Goldpreis: 53 Allzeithochs in einem Jahr

Aktuelles

2025 hat der Goldpreis in der Dollarregion über 50-mal einen kurz zuvor aufgestellten Preisrekord übertroffen und ist damit allein im letzten Jahr um 66,47 Prozent in den USA und 47,49 Prozent in der Eurozone gestiegen. Das Edelmetall hat somit nicht nur die Portfoliostabilität seiner Anleger erhöht und die risikobereinigte Rendite verbessert. Gold hat 2025 auch einen erheblichen Anteil an der Gesamtperformance vieler Anlegerdepots geleistet. Angesichts des bereits zweiten Goldpreis-Rücksetzers sollte diese langfristige Wertentwicklung nicht in den Hintergrund treten.

Drei Hauptgründe für die derzeitige Goldpreisschwäche

Infolge des Iran-Konflikts bestehen weltweit Befürchtungen, dass die Ölknappheit andauern oder sich weiter verschärfen könnte, was wiederum Auswirkungen auf alle Bereiche der jeweiligen Volkswirtschaften hätte. Deshalb wird eine Leitzins-Erhöhung erwartet, was bekanntermaßen den Goldpreis belastet. Zwei weitere Gründe für den Absturz des Goldpreises sind zum einen Gewinnmitnahmen von Anlegern im großen Stil, und zum anderen Notverkäufe großer Anleger, um trotz negativer Entwicklungen auf dem Aktienmarkt und dadurch entstehender Verbindlichkeiten, z.B. bei Termingeschäften, liquide zu bleiben.

Seit 2023 herrscht eine Goldpreisrallye

Stieg der Goldpreis 2023 noch um – im Vergleich zu späteren Rallyes – moderaten 10 Prozent in der Eurozone bzw. 13 Prozent in der US-Dollarregion, waren es 2024 bereits 34 bzw. 26 Prozent, bevor die Preisrallye 2025 ihren vorläufigen Höhepunkt erlebte. Nach dem jüngsten Absturz des Goldpreises bleibt 2026 bislang noch ein Plus von 4,41 Prozent in der Eurozone. Ob sich die Goldpreisrallye fortsetzen wird, ist ungewiss. Anleger haben die deutlichen Preisrücksetzer teilweise zum Anlass genommen, ihre Goldallokationen zu erhöhen. Hürriyet, eine der größten türkischen Tageszeitungen, berichtet gar von einem wahren Goldkaufboom der letzten Wochen in der inflationsgeschüttelten Türkei.