Wöchentlicher Marktbericht von Goldexperte Michael Blumenroth

Marktkommentar 27.05.2016

Spekulationen über die Zinspolitik der US-Notenbank lasten weiter auf den Goldpreisen

Im Prinzip hat sich an dem Umfeld, das ich Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser, in der vergangenen Woche geschildert hatte, auch im Verlaufe dieser Woche nicht viel geändert. Thema auch dieser Woche war eine Vielzahl von Reden der Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank, der über die Geldpolitik letztendlich entscheidet. Nahezu jeder Redner – diese waren in der bald abgelaufenen Woche genderpolitisch betrachtet nicht ganz korrekt bis dato ausschließlich männlich – betonte, dass er zwei bis drei Zinserhöhungen im Verlaufe des Jahres 2016 erwarte, bzw. zumindest für möglich hielte. Und, dass bereits im Juni oder Juli der nächste Zinsschritt durchaus auf der Agenda stehen könne.

Dies hatte im Verlauf der Woche zur Folge, dass der US-Dollar gegen viele Währungen ansteigen konnte. Besonders gegen Währungen wie zum Beispiel den Australischen Dollar oder den Südafrikanischen Rand, die Währungen einiger der Hauptproduzentenländer des Goldes. Auch der Euro gab schlussendlich gegen den US-Dollar etwas an Wert ab und setzte auf ein Dreiwochentief zurück.   
Da Gold ja auch immer mit zinsbringenden Investments in direkter Konkurrenz steht, war auch der leichte Aufschwung der Renditen in den USA der Kursentwicklung des edelsten aller Metalle nicht zuträglich. Nachdem es vergangenen Freitag um diese Zeit noch bei 1.255 US$/Unze handelte und sich bis Dienstagmittag noch recht gut behaupten konnte, zollte es den doch dem oben erwähnten Gegenwind Tribut und setzte auf ein Siebenwochentief bei 1.218 US$/Unze am Mittwochnachmittag zurück. Von dort konnte es sich zunächst etwas erholen, so dass es gestern Morgen noch einmal bei 1.230 US$/Unze umgesetzt wurde. Heute Nacht wurde dann jedoch eine charttechnisch markante Marke bei 1.218 US$/Unze durchbrochen, so dass das edle Metall nach Stop-Loss-Verkäufen kurz auf 1.212 US$/Unze fiel, bevor es sich wieder etwas erholen konnte auf 1.220 US$/Unze.

Für die Anleger in Xetra-Gold wurde wie schon in der vergangenen Woche der Preisrückgang des edelsten aller Metalle durch den ebenfalls schwächeren Kurs des Euro  etwas gemildert. Auch in Euro betrachtet wurde das Gold jedoch billiger. Von 36,00 €/Gramm am vergangenen Freitag purzelte der Kurs heute Nacht bis auf ein außerhalb der Handelszeiten erzieltes rechnerisches  Wochentief bei 34,80 €/Gramm, bevor es sich auf den aktuellen Kurs bei ca. 35,05 €/Gramm wieder erholen konnte.
Gespannt warten die Investoren nun auf zwei Reden der Fed-Chefin Janet Yellen. Heute um 16.30 Uhr wird sie die erste halten. Entscheidender dürften aber ihre Äußerungen am 6. Juni werden. Aktuell stellt sich bei einigen Marktbeobachtern ein flaues Gefühl ein. Aktien gewannen in dieser Woche deutlich an Wert und es scheint sich momentan eine gewisse Sorglosigkeit unter den Investoren auszubreiten. Ob dies gerechtfertigt erscheint  (schließlich rückt die Brexit-Abstimmung näher und evtl. wird bald die konjunkturelle Lage Chinas wieder ins Medieninteresse wandern)? Wir werden es sehen.

Ein hoffentlich nicht allzu gewittrig-nasses Frühlingswochenende wünsche ich Ihnen allen.

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