US-Trend stützt Papiergoldnachfrage

Im ersten Quartal 2018 ist die weltweite Goldnachfrage um 7 Prozent gesunken, was in erster Linie dem Investmentsektor zuzuschreiben ist. Dagegen ist die Nachfrage nach Goldschmuck mit 487,7 Tonnen weitgehend gleich geblieben, wobei die temporäre Nachfrageschwäche in Indien durch verstärkte Schmuckkäufe in China ausgeglichen wurde. Gleichzeitig hat sich der positive Goldnachfragetrend im Technologiesektor mit 82,1 Tonnen und einem Plus von 4 Prozent weiter fortgesetzt. Einen Sprung machte die Goldnachfrage seitens der Zentralbanken, die im ersten Quartal 2018 um satte 42 Prozent bzw. 116,5 Tonnen gestiegen ist. Die Gesamtnachfrage nach Gold belief sich auf 973,5 Tonnen. Damit war es das schwächste erste Quartal seit 2008.

US-amerikanische Gold-ETFs um 38,3 Tonnen gewachsen

Das sich schon 2017 abzeichnende Comeback des Interesses US-amerikanischer Investoren an Papiergold hat sich auch 2018 fortgesetzt. Dies reichte aber nicht, um die Nachfrageschwäche in nahezu allen anderen Regionen der Welt auszugleichen. Insgesamt sank die weltweite Nachfrage an Papiergold um 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch das Interesse an physischem Gold sank, um insgesamt 15 Prozent.

Xetra-Gold im ersten Quartal gegen den Trend gewachsen

Während auch die europäische Nachfrage nach goldbasierten ETFs und ETCs deutlich schwächelte, konnte Xetra-Gold seine Position als führendes ETC in Europa ausbauen. Bis Mitte April 2018 erreichte Xetra-Gold mit einem Goldbestand von 177, 4 Tonnen einen neuen Höchststand, während sich gleichzeitig die Nachfrage nach physischem Gold in Europa um 39 Prozent verringert hatte.

Seit Beginn des zweiten Quartals 2018 ist die Nachfrage nach goldbasierten Wertpapieren allerdings wieder deutlich gestiegen: Während sich der positive US-Trend weiter fortsetzt, zieht auch die europäische Nachfrage wieder an. Allein in den ersten drei Aprilwochen waren Zuflüsse im Gegenwert von 70 Tonnen Gold zu verzeichnen.

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