US-Notenbank Fed schickt den Goldpreis auf Talfahrt

Marktkommentar Michael Blumenroth – 22.09.2017

Wöchentlicher Marktbericht

Das bis dato an den Märkten in dieser Woche die größte Beachtung findende Ereignis war die Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch. In den vergangenen Tagen und Wochen hatte sich hier die Erwartung breit gemacht, dass die Fed in diesem Jahre nicht mehr geldpolitisch aktiv werden würde, was Zinserhöhungen anbelangt. Auch für das kommende Jahr wurde gerade mal eine einzige Zinserhöhung bis zum Jahresende erwartet.

Nun äußerten sich Janet Yellen und ihre Mitstreiter allerdings deutlich optimistischer, was die US-Konjunktur, die Inflation und andere Parameter anbelangt, als es die meisten Marktbeobachter erwartet hatten. Dies hatte zur Folge, dass viele Händler auf dem falschen Fuß erwischt wurden.

Unmittelbar nach der Fed-Sitzung und während der Pressekonferenz Janet Yellens stiegen die Renditen / Marktzinsen der US-Staatsanleihen an. Dies hatte ebenfalls zur Folge, dass der US-Dollar in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mit 0,8 Prozent recht deutlich zulegte. Wie meistens waren Marktbewegungen der Renditen und des US-Dollar aufwärts ein Anlass für Metallhändler, ihre Gewinne auf Long-Positionen mitzunehmen.

So verlor denn auch Gold an Wert. Von 1.332 US$/Unze am Mittwoch vor einer Woche hatten die Goldpreise allerdings auch zuvor schon Schritt für Schritt nachgegeben. Grund hierfür u.a. auch die nachlassende Suche nach sicheren Häfen, da sich die Anleger beginnen, an den Nordkorea-Konflikt zu „gewöhnen“. So handelte Gold am Mittwoch vor der Sitzung der US-Notenbank um 1.316 US$/Unze. Im Anschluss daran fiel es zunächst auf 1.296 US$/Unze (und somit erstmals seit Wochen wieder unter die Marke von 1.300 US$/Unze) und dann im Laufe des gestrigen Tages sogar auf 1.288,50 US$/Unze. Mittlerweile handelt es wieder etwas höher bei 1.297 US$/Unze.

Auch gegen Euro betrachtet handelt das Gold somit naheliegenderweise leichter als beim Schreiben dieser Zeilen am Mittwoch vergangener Woche. Von 35,75 €/Gramm stieg der Xetra-Gold-Preis noch einmal auf 35,88 €/Gramm an, setzte dann aber im Wochenverlauf deutlich zurück, und zwar bis auf 34,80 €/Gramm. Er notiert nun ungefähr bei 34,85 €/Gramm.

Die Marktbeobachter warten nun auf die weitere Entwicklung des US-Dollar-Kurses und der US-Renditen. Historisch betrachtet kündigt die US-Notenbank viel mehr Zinserhöhungen an, als sie dann aktuell durchführt. Demzufolge hat sich auch der US-Dollar bereits wieder etwas abgeschwächt. Die Goldpreise litten in dieser Woche auch unter den deutlichen Kursverlusten der Basismetalle wie Kupfer, Zink und Aluminium. Sollten diese ihren Boden bald finden, könnten sich auch die Goldpreise wieder stabilisieren und vielleicht auch wieder die kürzlich erzielten Jahreshochs testen. Schauen wir mal.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich schon jetzt ein erholsames, sonniges Herbstwochenende.

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