Sind Goldmünzen bei Privatanlegern beliebter als Barren?

Aktuelles Arnulf Hinkel, Finanzjournalist – 16.05.2019

Im aktuellen Gold Demand Trends Report meldet der World Gold Council, dass im ersten Quartal 2019 die weltweite Nachfrage nach Goldmünzen und -barren 257,8 Tonnen betrug und damit leicht um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank. Betrachtet man die Nachfrageentwicklung von Münzen und Barren jedoch getrennt, fällt auf, dass sich die beiden gebräuchlichsten Handelsformen von physischem Gold sehr unterschiedlich entwickelten. Während die Nachfrage nach Goldbarren um 5 Prozent sank, wuchsen die Goldmünzenkäufe um 12 Prozent bzw. 56,1 Tonnen im Vergleich zum ersten Quartal 2018.

Entscheidungen von Privatanlegern weltweit bestimmten die Nachfrage

Sowohl die Nachfrageentwicklung von Goldbarren als auch jene von Goldmünzen wurde primär von Privatanlegern gesteuert. Für das Minus bei der Goldbarrennachfrage waren in erster Linie Verkäufe japanischer Anleger sowie ein sinkendes Interesse chinesischer Privatinvestoren verantwortlich. Das deutliche Nachfragewachstum bei Goldmünzen hingegen kam durch starke Zukäufe von Privatanlegern im Iran, in Südafrika, der Türkei sowie in Großbritannien und den USA zustande. Es ist also eher regionalen Präferenzen zuzuschreiben, dass Barren- und Münznachfrage im ersten Quartal 2019 so stark voneinander abwichen.

Sind Goldmünzen die bessere Anlage?

Bei Goldkäufen in kleinem Umfang spielt es grundsätzlich keine Rolle, ob man als Privatanleger Münzen oder Barren kauft – vorausgesetzt, bei den Goldmünzen handelt es sich um weltweit anerkannte Produkte, die garantiert aus 99,9 Prozent Gold bestehen, wie z.B. Wiener Philharmoniker-Münzen, Maple Leaf oder Krügerrand. Daneben werden auch Sondermünzen gehandelt, die aufgrund ihrer Limitierung bei der Ausgabe teurer sein können als ihr eigentlicher Goldwert. Hier ist Vorsicht geboten, denn der Sammlerwert solcher Münzen kann bei schwacher Nachfrage auf den reinen Goldwert sinken. Bei Goldkäufen in größerer Menge dagegen können Goldbarren mit klar günstigeren Handelskosten punkten. Allerdings gilt dies nur beim Kauf großer Goldbarren; bei der von den meisten Privatanbietern bevorzugten kleinen Stückelung relativiert sich der Kostenvorteil schnell wieder. Apropos Kosten: Neben den Handelskosten entstehen auch Lagerungskosten; schließlich sollen die wertvollen Barren bzw. Münzen nicht eventuellen Einbrechern in die Hände gelangen. Abhilfe schafft entweder ein guter Safe in Kombination mit einer sogenannten "Außenversicherung" im Rahmen der Hausratversicherung oder die Anmietung eines Bankschließfachs. Eine wesentlich kostengünstigere Alternative zu physischem Gold bieten zu 100 Prozent mit Gold abgesicherte ETCs (börsengehandelte Rohstoffe) wie Xetra-Gold. Die Lagerung der Goldbarren kostet den Anleger nur 0,3 Prozent p.a. seiner Xetra-Gold-Investition. Xetra-Gold ist außerdem ein hochfungibles Finanzinstrument, da mit einer durchschnittlichen Handelsspanne von 0,1 Prozent kaum Kosten bei Kauf oder Verkauf anfallen. Zum Vergleich: Wie die Stiftung Warentest in einer Untersuchung 2015 feststellte, lag die Handelsspanne bei Goldbarren zwischen 1,9 und 4 Prozent des Kaufpreises, die sich bei jeder Transaktion renditemindernd auswirkt.

Bilderrechte: Bildagentur panthermedia.net / Christian Weiß

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