Märkte im Bann des Handelskonflikts zwischen den USA und China

Marktkommentar Michael Blumenroth – 06.04.2018

Wöchentlicher Marktbericht

In den vergangenen Tagen standen an den Märkten weder die geldpolitischen Absichten der Notenbanken noch Konjunkturdaten oder ähnliches im Fokus. Stattdessen bewegten sich insbesondere die Aktienmärkte je nach Nachrichtenlage bzw. den verschiedenen Stimmen, die sich zum Handelskonflikt zwischen den USA äußerten.

Hier erscheint es momentan schwierig, vorauszusehen, wie sich die Sache entwickeln wird. Am Dienstag und am Mittwochmorgen hatte noch der Pessimismus der Anleger dominiert. Da hatte nämlich zunächst die US-Regierung verkündet, dass sie Zölle auf Waren aus China im Gesamtwert von 50 Milliarden US-Dollar zu erheben beabsichtige. China konterte am Mittwochmorgen mit der Ankündigung von Zöllen in ähnlicher Größenordnung. Dies sorgte bis zum Mittwochabend für deutliche Nervosität an den Märkten, was sich unter anderem in stark fallenden Aktienkursen und dem Wochenhoch des ‚sicheren Hafens‘ Gold am frühen Mittwochnachmittag manifestierte.

Zwischen Verhandlungsbereitschaft und Drohgebärden

Am Mittwochabend und gestern setzte sich dann nach beruhigenden Äußerungen des Wirtschaftsberaters Donald Trumps und des US-Finanzministers an den Märkten die Meinung durch, dass sowohl die USA als auch China es nicht zum Äußersten kommen lassen wollen, sondern das ganze Problem durch Verhandlungen lösen wollen. Die vorübergehende Harmonie wurde dann durch Äußerungen Trumps heute Nacht, in denen er mit zusätzlichen Zöllen in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar drohte, wieder zunichte gemacht. Auch China antwortete daraufhin mit der Drohung von Gegenmaßnahmen. Hier scheint es wirklich schwer zu sein, vorherzusagen, in welche Richtung sich die Dinge entwickeln werden.

So richtet sich der Goldpreis denn in den letzten Tagen auch meist nach der Nachrichtenlage im Handelskonflikt. Handelte Gold am Gründonnerstagmorgen vergangener Woche bei 1.326 $/Unze, so kletterte es am Ostermontag bereits aufwärts und erkämpfte am Mittwochnachmittag sein Wochenhoch bei 1.348 $/Unze. Danach setzte es dann bis auf 1.323 $/Unze gestern Nachmittag zurück – bevor Donald Trumps ‚Drohungen‘ gen China den Goldpreis wieder auf 1.333 $/Unze steigen ließen. Aktuell handelt es etwas tiefer bei 1.326 $/Unze. Also da, wo wir bereits vergangene Woche gehandelt haben.

Entwicklung von Xetra-Gold

Gegen Euro betrachtet handelt der Goldpreis somit etwas fester, da der Euro im Wochenverlauf nachgegeben hat. Von 34,60 €/Gramm am vergangenen Donnerstag legte der Xetra-Goldpreis bis auf 35,30 am Mittwochnachmittag zu. Seitdem gab er dann wieder auf 34,70 €/Gramm nach und notiert aktuell ungefähr bei 34,85 €/Gramm.

Heute Nachmittag dürften die US-Arbeitsmarktdaten im Blickpunkt stehen. Im Großen und Ganzen wird aber der Handelskonflikt das marktbeherrschende Thema bleiben.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein frohes, frühsommerliches Wochenende

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