Goldpreise steigen auf Mehrmonatshochs

01.02.2019 - Marktkommentar

von Michael Blumenroth

Wöchentlicher Marktbericht

Auch in der bald abgelaufenen Woche konnten die Goldpreise bis dato weiter zulegen. Im Allgemeinen war das Marktumfeld nämlich auch in dieser Woche günstig für das edelste aller Metalle. So profitierte der Goldpreis unter anderem von dem Treffen der US-Notenbank. Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell äußerte sich in der anschließenden Pressekonferenz sehr ‚geduldig‘ (das Wort benutzte er mehrfach) und entspannt, was das Thema Zinserhöhungen in den USA anbelangt.

US-Staatsanleihen und Dollar schwächeln

Unmittelbar nach der Fed-Sitzung wurden somit keine Zinserhöhungen für 2019 in den USA eingepreist, sondern eher eine leichte Wahrscheinlichkeit für Zinssenkungen. Dies sorgte dafür, dass die Renditen (Marktzinsen) für US-Staatsanleihen relativ deutlich fielen, was ja normalerweise auch den Goldpreis nach oben anschiebt. Ebenso hatte dies zur Folge, dass der US-Dollar insbesondere gegen die Währungen rohstoffproduzierender Länder teils recht deutlich nachgab. Auch dies war der Entwicklung des Goldpreises natürlich dienlich.

WGC meldet wachsende Goldnachfrage

Derweil hat das World Gold Council (WGC) am Donnerstag berichtet, dass die globale Goldnachfrage 2018 um 4 Prozent gestiegen ist (auf 4.345 Tonnen). Dies sei der höchste Wert seit fünf Jahren. Vor allem eine extreme und überraschend starke Nachfrage seitens der Zentralbanken habe hier gewirkt. Laut WGC hätten die Zentralbanken 652 Tonnen Gold gekauft, 74 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dies sei die größte Menge seit dem Ende des Bretton-Woods-Systems Anfang der 1970er Jahre.  Größter Goldkäufer sei einmal mehr die russische Zentralbank gewesen.

Gold in US-Dollar mit sattem Wochengewinn

In US-Dollar betrachtet handelte das Gold am Freitagvormittag vergangener Woche bei 1.285 $/Unze. Schon am Freitagabend übersprang der Goldpreis beherzt die Marke von 1.300 $/Unze. Dies schien einige Marktteilnehmer zu überraschen, so dass er weiter auf 1.305 $/Unze kletterte. Am Montag betrachtete das edle Metall nur noch einmal kurz die Marke von 1.300 $/Unze von der Unterseite. Danach stieg es Dollar für Dollar weiter aufwärts, bis die Sitzung der US-Notenbank ihm einen zusätzlichen Schub bescherte und auf 1.326 $/Unze ansteigen ließ, mithin also auf den höchsten Kurs seit Mai 2018. Mit dem sich etwas erholenden Dollarkurs geriet der Goldpreis dann leicht unter Druck, so dass er nun, am Freitagmorgen, bei 1.318,50 $/Unze an der Anzeigetafel steht. Dies ist natürlich immer noch ein satter Wochengewinn.

Xetra-Gold auf höchstem Stand seit April 2017

Der Euro handelte gegen den US-Dollar nach der Fed-Sitzung über der Marke von 1,15. Er rutschte dann aber im Tagesverlauf des Donnerstags fast wieder auf das Ausgangsniveau zurück. So handelt auch Xetra-Gold auf einem Niveau, auf dem es lange nicht mehr gepreist worden ist, nämlich seit April 2017. Von 36,50 €/Gramm am vergangenen Freitagmorgen kletterte er nach einigem Auf und Ab bis auf 37,10 €/Gramm gestern Nachmittag. Es setzte seitdem nur leicht wieder zurück und notiert beim Schreiben dieser Zeilen bei 37,05 €/Gramm.

Ausblick auf die kommende Woche 

Der Goldpreis wird sicherlich weiterhin auf alle Nachrichten hinsichtlich der Zinspolitik der Notenbanken reagieren. Ebenso werden wir weiter  auf den Handelskonflikt USA-China blicken. Die Arbeitsmarktdaten aus den USA heute Nachmittag könnten einen Hinweis geben, wie stark die Lohninflation in den USA zulegt, was ja früher oder später die Fed auch zum Reagieren zwingen könnte. Aufgrund der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest könnte dabei die physische Nachfrage aus dieser Region in der kommenden Woche eher zum Erliegen kommen.
Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein schönes, erholsames und wettertechnisch zufriedenstellendes Wochenende.

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