Goldpreis klettert auf Dreimonatshoch, Xetra-Gold auf neues Hoch für 2019

06.06.2019 - Marktkommentar

von Michael Blumenroth

Wöchentlicher Marktbericht

Terminbedingt wurden diese Zeilen Donnerstagmorgen verfasst. Auch in dieser Woche blickten die Anleger natürlich gespannt auf weitere Entwicklungen in den diversen Konflikten, die in der Handelspolitik dräuen. Ende vergangener Woche hatte Donald Trump ja noch eine neue Front eröffnet und Mexiko mit Zöllen gedroht, falls es nichts gegen den Zustrom von Migranten an die südlichen US-grenze unternähme.

Dies erschreckte die Marktteilnehmer insofern, als dass hier Zölle nicht aus wirtschaftlichen, sondern innenpolitischen Erwägungen willkürlich verhängt werden könnten. Was auch bedeutet, dass die USA bzw. Donald Trump scheint daran Gefallen zu finden scheinen.

Hoffnung auf Zinssenkungen

Viele Anleger setzen daher weiter auf einen Kurswechsel der US-Notenbank Fed in diesem Jahr. An den Terminbörsen in Chicago sind nunmehr mindestens zwei Zinssenkungen der US-Notenbank bis Ende 2019 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eingepreist. Mit 57-prozentiger Wahrscheinlichkeit sogar drei. Diese Spekulationen wurden durch Äußerungen des Fed-Vorsitzenden Powell geschürt, der angedeutet hatte, dass die Fed die Zinsen senken würde, sofern dies notwendig wäre. Zudem gab es am gestrigen Mittwoch schwache Daten zum US-Arbeitsmarkt: Der privaten Arbeitsagentur ADP zufolge haben US-Firmen im Mai nur 27.000 neue Stellen geschaffen. Analysten hatten mit gut fünf Mal so viel gerechnet.

Dies hatte unmittelbar weiter sinkende Renditen / Marktzinsen für als sicher betrachtete Staatsanleihen zur Folge. Die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen fielen mit 1,77 Prozent auf den tiefsten Stand seit Dezember 2017 und deutlich unter das aktuelle Niveau von 2,38 Prozent. Das schwächte auch vorübergehend den US-Dollar, da der Zinsvorsprung der USA vor anderen Ländern somit kleiner wird. Allerdings fielen auch die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen gestern sogar auf ein neues Rekordtief von -0,23 Prozent.

Dreimonatshoch am Mittwoch

Die Erwartung niedrigerer Zinsen und ein schwächerer US-Dollar unterstützten bis Mittwochnachmittag natürlich dem Goldpreis. Eher kontraproduktiv war dann am Mittwochabend die Erholung der Renditen und des US-Dollar und der Druck auf Währungen goldproduzierender Staaten wie Südafrika und Australien.

In US-Dollar betrachtet handelte das Gold am Freitagvormittag vergangener Woche bei 1.294 $/Unze. Noch am Freitagnachmittag stieg Gold über die Marke von 1.300 $/Unze, und kletterte dann Tag für Tag weiter aufwärts, bis am Mittwochnachmittag bei 1.344 $/Unze ein Dreimonatshoch erzielt wurde. Und dabei das Jahreshoch nur um $3 verpasst wurde. Am Mittwochabend ging es dann allerdings ein ganzes Stück retour, so dass Gold  aktuell (Donnerstagmorgen) bei 1.331 $/Unze umgesetzt wird.

Xetra-Gold im Höhenflug

Xetra-Gold legte somit im Wochenverlauf ebenfalls ein ganzes Stück zu, von 37,35 €/Gramm am vergangenen Freitag kletterte der es aufwärts bis auf 38,25 €/Gramm am Mittwochnachmittag – ein neues Jahreshoch. Auch hier ging es dann aber retour, und zwar bis auf  38,10 €/Gramm heute Morgen.

Die Märkte werden am morgigen Freitag genau auf die Entwicklung der offiziellen US-Arbeitsmarktdaten blicken. Und natürlich auf die weiteren Neuigkeiten hinsichtlich der Handelskonflikte.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames Pfingstwochenende.

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